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Es gibt mehrere Wege für den Einstieg in das Hobby Modellschiffe. Man kann sich heutzutage Fertigmodelle kaufen, die Batterien laden und dann losschippern. Das ist zwar kein Modellbau in dem Sinne, aber einige Leute haben so erst mal überhaupt am süßen Duft des Modellbaus geschnuppert. Solche Modelle gibt es überall für wenig Geld zu kaufen. Man sollte beim Kauf nur darauf achten, dass man ein Modell mit vernünftiger Fernsteuerung erhält. Viele der "Spielzeuge" arbeiten nicht besonders sauber und stören den Funkbetrieb von professionellen Anlagen. Eine klare "Kanalzuordnung" ist hier äußerst wichtig. Ich finde, beim Modellbau ist der Weg das Ziel. Soll heißen: Der Modellbauer erfreut sich hauptsächlich am Bau seiner Projekte. Im Verein bekommt man durch Fachsimpelei viele neue Ideen, vielleicht baut man sogar mit einem Vereinskollegen zusammen ein Modell größeren Ausmaßes. Das gemeinsame Schippern setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf. Zusammen macht es halt eben mehr Spaß. Ein anderer Weg zu einem Modell zu kommen, ist in mühseliger Kleinarbeit ein Schiff vom Rumpf bis zur Mastspitze komplett selbst zu bauen. Das ist mit sehr viel Zeit verbunden und erfordert auch sehr viel handwerkliches Geschick. Selber bauen schont allerdings erheblich den Geldbeutel. Aber das will ich hier nicht weiter ausmalen. Das kommt erst später wenn man bereits seine ersten Erfahrungen gesammelt hat. Man kann in den Fachzeitschriften und vor allem auch im Internet sehr viele Beschreibungen von Modellbauern finden, in denen detailliert über den Bau von Modellen berichtet wird.

Ein Beispiel

Kommen wir nun auf den Punkt. Wir nehmen einen Bausatz - bei uns im Verein liebevoll Tupperware genannt. Um ein kleines, aber eindrucksvolles Schiff zu bauen, braucht man nicht all zu tief in die Tasche greifen. Wir kaufen uns einen Plastikbausatz eines Schiffes, das uns groß genug erscheint: hier beispielsweise die Arkona (Modell eines Seenotkreuzers). Die kostet zur Zeit bei der Rettungsgesellschaft 16 €. Noch ein paar Farben und Kleber dazu liegt das Modell bei ca. 25 - 30€. Die Arkona ist nun leider schon wieder ein Auslaufmodell, aber auf dem Plastikmodellsektor gibt es so einige Modelle, die sich gut für RC-Einbau eignen. Alles was so über 30cm liegt funktioniert sehr gut.

Unser Schiffchen hat einen Maßstab von 1:72 und ist damit 38cm lang. Die Größe ist sehr gut, um das Modell funktionsfähig zu machen und trotzdem ist es dabei noch handlich. Der Rumpf ist groß genug für eine RC Anlage und genug Auftrieb hat er auch.

Eine kleine, gute RC Anlage kostet heutzutage ca. 60€ in den Elektronikshops im Internet. Einen kleinen Motor findet man bei Mama in der elektrischen Zahnbürste,.....nein Spass bei Seite, auf dem Flohmarkt, in altem Spielzeug oder bei Ramschangeboten im Internet. Einen kleinen Fahrtenregler gibt es ebenso im Internet für etwa einen Zwanziger. Einige Akkus werden noch benötigt (ich habe hier ein fünf-Zellen-Pack eingebaut für 1€ pro Zelle). Wenn man ins innere des Bootes schaut so kann man erkennen, dass dort reichlich Platz ist und teure Miniaturteilchen braucht man auch nicht .

Fassen wir nun Zusammen:

Schiffsbausatz     ca.    18 €
Farbe                ca.      7 €
RC Anlage          ca.    60 € (inkl Servo)
Motor                ca.     2 €
Fahrtenregler      ca.   20 €
Akkus                ca.     5 €

Zusammengefasst ergibt das nun einen Preis von rund 110€ für ein kleines, aber sehr eindrucksvolles Modell. Kauft man sich ein größeres Modell, ist man schnell allein für den Bausatz eines Schiffes viel Geld los. Das hängt dann ganz von den Bedürfnissen und Wünschen ab. So etwas ist aber nichts für den Anfang und sollte in Angriff genommen werden, wenn genug Erfahrung vorhanden ist. Man spart sich so viel Enttäuschung und Frust und die Freude am Modell ist nicht abhängig vom Preis oder der Größe.

Und das sei auch noch eben gesagt

Man findet Teile für die Fernsteuerung auch schon günstig bei dem großen Auktionshaus im Internet, das jeder kennt. Wir Modellbauer haben mit dieser Einrichtung viel mehr Möglichkeiten als noch vor 20 Jahren. Ein Modellhobbyist kann aber auch alles Mögliche brauchen. Schließlich kostet heute alles Geld, da will man natürlich sparen. So kann eine Garnrolle zur Segelwinde umgebaut werden oder ein Druckknopf wird zu einem Handrad. Die hölzernen Gemüsekisten vom Markt (oft kostenfrei) oder Holzschnittreste aus dem Baumarkt sind gutes Baumaterial usw. usw. Das kann man immer so weiter führen. Man muss nur die Augen offen halten und dann sieht man vieles was man brauchen kann. So...nun hat man ein Schiff, die Grundlage quasi, und braucht natürlich noch den Verein, damit mit man nicht ganz allein da steht. Mit der Aufnahmegebühr kauft man sich bei uns in einen großen Verein ein, der ein eigenes Gelände mit eigenem Modellozean und Modellflugplatz besitzt. Die Monatsbeiträge sind im Vergleich zum Rauchen wirklich lächerlich. Versicherungen, wie in der Fliegerei sind bei uns Schiffern nicht notwendig. Rennbootpiloten deren Modelle zu Höchstgeschwindigkeiten fähig sind, sollten allerdings über eine Haftpflichtversicherung nachdenken. Aber so groß ist unser See eh nicht. Mit ca.35m Länge und etwa 20m Breite bietet das Gewässer aber ausreichend Platz für "normalen" Schiffsbetrieb. Selbst eine 2,50m lange Tirpitz kann bei uns bequem Ihre Runden drehen. Wir haben natürlich einen funktionsfähigen Leuchtturm und Bojen für einen Wettkampfparcours. An weiteren Attraktionen für unseren See arbeiten wir gerade und wir hoffen mit neuen Mitgliedern auch noch mehr Unterstützung zu bekommen. Ich für meinen Teil habe hiermit genug geschrieben. Ich hoffe die Bilder vermitteln den richtigen Eindruck. Ich bin gerne bereit Fragen zu beantworten. Dazu schickt bitte eine Mail an michel.j(at)t-online.de.

Ich hoffe hier genau Dein Interesse geweckt zu haben und sehe Dich hoffentlich bald bei uns im Verein.


© Michael Janßen im Januar 2010