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Liebe Modellflieger,
 
mit dieser Mail möchten wir euch über die aktuellen Aktivitäten des DMFV im Zusammenhang mit den vom Bundesverkehrsministerium geplanten Einschränkungen des Modellflugsports informieren. In den letzten Wochen wurden vielfältige Gespräche auf politischer und ministerieller Ebene geführt, um die Pläne von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im Sinne der Modellflieger in Deutschland zu beeinflussen. Des Weiteren konnten intensive Beratungen mit den im Verordnungsverfahren involvierten Organisationen geführt werden.
 
Im Einzelnen:
 
1.) 

Der DMFV hat fundierte Gespräche mit den Staatssekretären im Bundesverkehrsministerium Michael Odenwald und Norbert Barthle geführt. In den Gesprächen haben wir deutlich zum Ausdruck gebracht, dass wir die geplante Flughöhenbegrenzung von 100 Meter nicht akzeptieren können. Wir sehen hierin keinerlei Sicherheitsgewinn, sondern die Zielverfolgung, den Luftraum für die gewerbliche Drohnenindustrie frei zu machen. Im Nachgang zu unserem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Norbert Barthle, haben wir ihm und dem zuständigen Referatsleiter Josef Schiller zwei mögliche Lösungsvorschläge unterbreitet, die die 100 Meter Flughöhenbegrenzung überflüssig machen würden. Das Ministerium prüft zur Zeit diese Vorschläge. Hierbei geht eine Variante in die separierte Drohnenbetrachtung über eine Paragrafenergänzung des § 20 LuftVO. Die andere Variante setzt an dem Tatbestandsmerkmal des „Fliegens auf Sicht“ an und der Erkennung der Fluglage des jeweiligen Modells. Alle Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium verliefen hart in der Sache, respektvoll im Umgang miteinander und fachlich fundiert.
 
2.)
In ganz besonderer Weise konnten wir über unsere Treffen mit Kanzleramtsminister Peter Altmaier auf die Bundesregierung und der CSU-Arbeitsgruppe Verkehr im Bayerischen Landtag auf die CSU, der Partei Alexander Dobrindts, einwirken. Beide Gespräche zeigten auf, dass man dem DMFV soweit folgen möchte, als es sich um zugelassene Modellfluggelände handelt. Hier könnte man an Ausnahmen der Flughöhenbegrenzung denken. Der DMFV betonte allerdings, dass auch durch Modellflieger, die sich außerhalb der Modellfluggelände bewegen, bisher keine Gefährdungssituationen oder sonstigen Belästigungen verursacht wurden. Eine gesetzliche Reglementierung dieser zehn tausenden von Modellflieger sei nicht zu rechtfertigen und könnte dem Zufolge vom DMFV nicht akzeptiert werden.
 
3.)
Alle Gespräche zu 1. und 2. hatten im Ergebnis die klare Aussage zur Folge, dass von den Verantwortlichen betont wurde, dass die Position des Deutschen Modellflieger Verbands im Kommentierungsverfahren zum Referentenentwurf der LuftVO besondere Berücksichtigung finden werde.  
 
4.)
Am 27. und 28. Mai 2016 nahm der DMFV an den Fachgesprächen auf der Wasserkuppe teil. Hierbei stellte er seinen Lösungsansatz vor und warb bei den anderen Teilnehmern (u.a. BMVI, Deutsche Flugsicherung, Vereinigung Cockpit, Europe Air Sports, DAeC und FAI) um Zustimmung. Der DMFV machte dabei auch unmissverständlich deutlich, dass er den Vorschlag des DAeC, einen Befähigungsnachweis für die Nutzer von Flugmodellen zu fordern, ablehnt. Die Mitglieder des DMFV kennen traditionell die Regeln für den verantwortungsvollen Betrieb von Flugmodellen im Luftraum. Vor diesem Hintergrund lehnen wir zusätzliche Bürokratie und weitere Regulierungen ab. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass nicht erklärt werden konnte, wie eine solche Prüfung auszusehen habe und wer sie abnehmen sollte. Trotz dieser Meinungsverschiedenheit besteht zwischen DMFV und DAeC Einigkeit, dass im Sinne aller Modellflieger in Deutschland eine abgestimmte und einheitliche Position vertreten werden soll.
 
5.)
Der DMFV hat nunmehr auch damit begonnen den persönlichen Meinungsaustausch mit der Vereinigung Cockpit, der DFS Deutsche Flugsicherung und dem ADAC zu intensivieren. Hier kristallisiert sich heraus, dass DFS und ADAC keinen  Schwerpunkt auf die 100 Meter Grenze legen, sondern der gefahrlose Einsatz von Rettungshubschraubern und die Identifizierung von Verstößen gegen das Flugverbot im Umfeld von Flughäfen Priorität besitzen. Der DMFV begrüßt dieses entgegen kommen und wird zeitnah weitere Positionen abstimmen. Mit der Vereinigung Cockpit wurde ebenfalls über die 100 Meter Flughöhenbegrenzung gesprochen und für eine mögliche Lösungsvariante über das Tatbestandsmerkmal des „Fliegens auf Sicht“ geworben. Hiernach könnte je nach Größe des Modells in größeren Höhen geflogen werden. Auch hier werden die Gespräche fortgesetzt. 
 
6.)
Die ILA Airshow Berlin, der DMFV war erstmals Offizieller Partner dieser Großveranstaltung, wurde in ganz besonderer Weise für die Pressearbeit und Fachgespräche genutzt.

Beispielsweise:
http://swrmediathek.de/player.htm?show=4501eb50-29b2-11e6-9076-0026b975f2e6
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=59495

Des Weiteren wurde mit dem Bundesverband für unbemannte Luftfahrtsysteme (BUVUS) auf der ILA intensive Erstgespräche geführt und eine weitere abgestimmte Vorgehensweise gegenüber dem BMVI vereinbart.
 
7.)
Die DMFV-Vereine, aber auch DMFV Einzelmitglieder, haben sehr viele persönliche Gespräche mit Bundes- und Landtagsabgeordneten zu der Problematik geführt. Durch diese Aktivitäten, die sehr häufig auch auf den Modellfluggeländen durchgeführt wurden, konnte von einer großen Anzahl von Politikern Unterstützung erzielt werden. Ebenfalls wurde intensiv die regionale Presse kontaktiert und eine große Anzahl von Zeitungsartikeln, Fernsehberichten und Radiointerviews erzielt. Vielen, vielen Dank hierfür. Gerade diese „Graswurzelarbeit“ ist sehr nützlich und bringt das Thema einer breiten Öffentlichkeit nahe. Unterstützt wird das Ganze durch unsere Kampagne www.pro-modellflug.de, die mittlerweile über 88.000 Unterstützer zähl

Mit freundlichen Grüßen / Best regards

 
MARC DALLEK
GEBIETSBEAUFTRAGTER NIEDERSACHSEN 1
Richtweg 5, 26180 Rastede
 
T. +49 (0)4402 989090